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In unserem Waisenhaus
haben wir im Mai
2010 einen neuen
Kindergarten integriert
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Lageplan
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KONZEPT
KINDERGARTEN
1. Trägerschaft
2. Lage
3. Zielgruppen
4. Finanzierung
5. Ausgangs- und Problemlage
6. Der Projektzweck und die –ziele
7. Leistungen und Angebote
8. Visionen und Leitbild
1. Trägerschaft
Der Träger des Kindergartens ist die „Saidia kwa Moyo Foundation“, welche ihren
Einsatzort im kenianischen Kilifi und den Vereinssitz in Königslutter hat.
Diese Organisation beinhaltet ein Waisenhaus, in welchem sich 29 Kinder
aufhalten.
2. Lage
Der Kindergarten ist integriert mit zwei Räumen im kenianischen Waisenhaus
„Saidia kwa Moyo“ in Kilifi. Demnach sind die Adressen identisch:
Saidia kwa Moyo Foundation
P.O. Box 782/10808
Kilifi/Kenya
3. Zielgruppen
Unsere Zielgruppe sind Kinder zwischen 2 ¾ und 6 Jahren, welche vorwiegend aus
der näheren Umgebung sein sollten, um größere Problematiken (Transport, höhere
Aufwandskosten, etc.), sowie Gefahren zu vermeiden. Durch unser
Gerechtigkeitsprinzip schließen wir kein Kind vom Unterricht aus und versuchen
„Arm und Reich“ zusammen zu bringen und den Kindern damit zu vermitteln, dass
alle Menschen gleich sind. Demnach ist jede/r willkommen, egal ob er/sie in
einer Lehmhütte haust oder eine Villa sein/ihr Eigen nennt.
4. Finanzierung
Das Ziel dieses Projektes ist es, dass es sich selbst trägt. Um dies zu verwirklichen,
müssen mindestens vier Kinder den vollen Beitrag von KSH2000 zahlen, um die
Kindergärtnerin (Josephine Beja), sowie deren Volontärin (Shukurani Kalume) zu
bezahlen. Die sozial gestützten Kindergartenplätze (KSH500) sind ein Zusatz,
allerdings im mildtätigen Verständnis unsere Hauptgruppe. Wenn die Kosten nicht
deckend sind, so werden die Einnahmen der ersten Benefizveranstaltung in Erfurt
am 18. Juni dafür verwendet, um dem Waisenhaus keine zusätzlichen Kosten zu
verursachen, da es zwar integriert ist, allerdings eher eine alleinlaufende
Funktion innehat. Die bisherigen Ausgaben (Bänke, Tische und Tafeln) wurden von
Brigitte F. und ihren eingenommenen Spendengeldern getragen.
5. Ausgangs- und Problemlage
Viele Kinder um das Waisenhaus in Kilifi herum, erhalten nie die Möglichkeit
auf eine primäre Schulbildung, da den Familien für gewöhnlich nicht die
finanziellen Mittel zustehen, wie es bei der kleinen Oberschicht der Fall ist.
Daraus resultieren eine soziale Stagnation, lebenswidrige Umstände, sowie
zukünftige Perspektivlosigkeit, da der soziale Aufstieg nur erfolgt, wenn man
das Menschenrecht auf Bildung wahrnehmen kann. Auch unsere Kinder waren bisher
in einem Kindergarten untergebracht, welcher pro Jahr Kosten von 960€
verursachte. Trotz seines hohen Ansehens in der St. Thomas Gemeinde, sind
dennoch dessen Lehrmethoden eher einem veraltetem System angepasst, welches in
keinerlei Weise die kreative Ader fördert, die dadurch nie in den Genuss kommt,
ausgeprägt zu werden. Starres Lernen, wenig Freizeit und Hausaufgaben sind
altbewährte Methoden, welche den Jüngsten dieser Gesellschaft ein Stück
Kindheit entziehen und sie ausschließlich darauf vorbereitet werden, den Fokus
auf ein monotones auswendig Lernen, sowie dem Abkopieren zu richten.
6. Der Projektzweck und die –ziele
Wir möchten dieser verstaubten Vorgehensweise entgegenwirken und mit frischen
Lehrmethoden den Kindern das nahe bringen, was andere Kindergärten nicht
erreichen. Kinder lernen, indem man ihre Sinne anregt und ihnen genügend
Freiheiten schenkt, um dem Prinzip „Learning by Doing“ gerecht zu werden. Wir
gehen über das Wissen, welches sie für ihre Einschulung benötigen, hinaus und
möchten Vielfalt schenken, um der einschläfernden Einfalt des bestehenden
Kindergarten– und Schulsystems Einhalt zu gewähren. Bereits unsere Kleinsten
sollten für das Leben lernen und nicht nur fürs nächste Examen. Um dieses
Projekt erfolgreich zu gestalten, setzen wir auf ein frisches und sich in der
Ausbildung befindendes Personal. So vermeiden wir tradierte Herangehensweisen
und machen uns zum Ziel, dass sich die Kinder – trotz der geltenden Priorität
der Examen – vielfältiger entwickeln als dies in den normgerichteten
Kindertagesstätten der Fall ist. Wir wollen die erfolgreiche Ausnahme sein, die
sich nicht nur als Bildungs- sondern als Weiterbildungsstätte ansieht und damit
einen noch größeren End-Effekt erreichen möchte. Für gewöhnlich sollte ein
Prozess den Fortschritt beinhalten und sich Schüler, sowie Lehrer miteinander
weiterentwickeln und nicht ausschließlich in einem eingefahrenen
Gedankenkonstrukt verweilen lassen.
7. Leistungen und Angebote
Wir bieten allen Kindern täglich eine warme Mahlzeit an, sowie jegliche Art von
Arbeitsmaterialen, mit besonderer Rücksicht darauf, dass die Kinder lernen
gewissenhaft mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Des Weiteren
wird für unsere weniger Wohlbetuchten eine kostenlose und für alle anderen eine
kostengünstigere Kindergartenuniform angeboten, als dies ansonsten der Fall
ist, um auch hier den Gedanken zu wahren, dass trotz eines
Wohlstandsunterschiedes alle Menschen gleich sind. Auch wird für die
mittelfreieren Kinder ein Angebot geschaffen, welches ihnen den weiteren Weg in
die Primärschule zusichert. Die Gebühren dieser Sprösslinge werden genutzt, um
einen „Sozialfonds“ einzurichten und damit am Ende ihrer Ausbildung bei
erfolgreichem Examensabschluss (welcher den Zugang zur Primärschule ermöglicht)
das Tor in die Welt der Bildung zu öffnen. Wir kommen für die anstehenden
Kosten der Uniformen auf und nehmen den Beteiligten damit eine große Last ab.
Denn trotz „freier“ Schulbildung gehen hohe Kosten mit dem Prozess der
Einschulung einher und somit ist wieder einmal das Geld der entscheidende Faktor,
ob Bildung ein Privileg der wohlhabenden Bevölkerung bleibt. Deshalb
verpflichten wir die Eltern, ihre Kinder in die Primärschule zu schicken, da
die Kindergartenbildung nicht ausreicht, um nicht dieselbe Sozialstagnation zu
erleiden, wie die vorangegangene Generation.
8. Visionen und Leitbild
Auf der einen Seite schließen wir uns dem Zitat Herbert Spencers an, welches
besagt: „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern handeln.” Die
Bedeutung für unsere Kindertagesstätte ist daher eindeutig! Wissen soll von der
Theorie transformiert und in die Praxis umgesetzt werden. Sei es durch
Ballspiele das Alphabet zu lernen oder die ersten Ansätze der Addition nicht
nur zu verstehen, sondern wirklich zu verinnerlichen und zu begreifen. Demnach
folgt die „Saidia kwa Moyo Foundation“ des Weiteren den Worten Professor Peter
Bieris, welcher einst sagte: „Bildung beginnt mit Neugierde.” Und genau diese
Neugierde soll durch, ein für kenianische Verhältnisse, innovatives Konzept
geweckt werden. Stures Bankdrücken und stetige, monotone Arbeitsabläufe sollen
Ausnahmen in unserem Kindergarten darstellen, da wir uns darauf konzentrieren,
dass die Kinder ein wenig länger Kind sein dürfen und das Interesse an Bildung
bei ihnen blüht, wie ein vertrocknetes Feld nach der Regenzeit. Spaß am Lernen,
eine Vielfalt an Methoden und sich stets weiterentwickelnde Lehrangebote sind
unser Alltag und daraus resultierend ein sorgenfreierer Start in das
Bildungsleben unserer jungen Erdenbewohner.

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