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Tagebuch Oktober 2004  - 1|2|3|4


03.10.2004
Heute Morgen geht’s los. Fahren über Holland nach Brüssel. In Brüssel erstmal in unser Hotel einchecken. Das Hotel Sheraton liegt direkt im Flughafen, also super denn wir brauchen morgen früh nur über die Straße gehen und sind in der Abflughalle. Früh am 4.10. gehen wir zum einchecken rüber und schon beginnt der Trouble denn im Ticket steht nur 20 Kilo obwohl überall in den Infos 30 Kilo für Afrika stehen.

Wir haben er aber schriftlich das wir 35 Kilo haben dürfen nur sie finden es nicht im System. Die 6 Kilo Handgepäck dürfen auch nicht in den Koffern sein also haben wir nun 20 Kilo zuviel die wir bezahlen sollen! Na gut bezahlen wir halt, aber als sie uns die Rechnung gibt fallen wir beide fast in Ohnmacht sollen 846,00 € für die 20 Kilo bezahlen, dafür kann ich ja alles dreimal in Mombasa neu kaufen.

Also zurück ins Auto und den Koffer mit Bettwäsche, Laken und Handtücher wieder ins Auto packen. Nehmen aber einige Sachen raus und packen diese dann ins Handgepäck, nun ist das natürlich viel zu viel aber es wird ja nicht gewogen. Nun aber ab ins Flugzeug und mit 1 Stunde Verspätung starten wir endlich Richtung Nairobi.

Dort warten wir noch mal 1 Stunde im Flieger und dann geht es endlich nach Mombasa wo wir von Elisabeth, George, Dr. Fondo und seiner Frau abgeholt werden. Beim Zoll sind sie diesmal  verdammt gründlich und machen sämtliche Koffer auf, aber wir können durch ohne das sie was fragen oder wir was zeigen müssen. Nach herzlicher Begrüßung fahren wir nun zu unseren Hotel in Kilifi.

Um 0 Uhr sind wir dann endlich da verabschieden uns und nur noch schlafen.


04.10.
Um 8 Uhr geht’s in unser Haus, Dort werden wir von Pauline, Grace und 2 neuen Mädels strahlend begrüßt. Wir machen erstmal einen Rundgang und sehen das 2 Betten kaputt sind.

Auch ist das ganze Gemüse vertrocknet nur die Tomaten leben noch. Seit einer Woche haben sie nun die Hühner draußen, es geht als doch und sie fliegen nicht weg sondern legen nun jeden Tag 1 Ei! Jeden morgen finden wir nun 2 Eier im Kohlesack in der Gartenküche, blödes Huhn, hat’ ne Kiste im Hühnerhaus, aber es muß der Kohlesack sein.

Zum Mittagessen kommen alle Kinder aus der Schule angerannt. Oh nun ist aber was los, ein Gekreische und Gejubele, alle hängen uns am Hals und drücken uns. Ganz außer Häuschen sind unsere 5 Kids die uns ja kennen. (8 Mädchen und 7 Jungen sind es jetzt)

Zaituni sagt etwas zu den Kindern und alle stellen sich auf und fangen an Asante sana zu singen. Oh je da muß man schon die Tränen zurück halten. Wir sagen ihnen das sie heute nicht mehr zur Schule zurück müssen --- ich kann es nicht glauben ----

NEIN! Sie wollen alle wieder in die Schule zurück und was lernen (Das hätte mir mal jemand früher sagen sollen, wäre bestimmt zu Hause geblieben)
Fahren nun zur Bank um die Miete zu bezahlen und kaufen noch Lebensmittel ein.

Auch kaufe ich schnell noch 10 Paar Slipper für die neuen Kids, denn obwohl sie schon 4 Wochen hier sind haben sie noch keine Schuhe!
Als die Kinder von der Schule kommen werden nun die 3 Koffer mit Kleidung, Badeanzügen und Spielsachen ausgepackt. Oh manno nun ist aber was los, alle sind ganz aufgeregt und freuen sich riesig.

Um 17 Uhr müssen wir nun leider zurück ins Hotel haben heute schon das erste Meeting mit der Kinderfürsorge, Bürgermeister, Dr. Fondo, Pauline und Elisabeth. nach dem offiziellen Teil sitzen wir noch zusammen  und essen etwas.

Wir kalkulieren noch mal alles durch und stellen fest das wir ca. 700 € im Monat brauchen.

05.10.
Fahren früh gleich zum Haus. Dort ist der Tischler schon dabei die Betten zu reparieren und 4 Betten in einen anderen Raum aufzubauen. Bestellen bei ihm dann gleich 8 Tische und Stühle für die Schule, denn die letzten 8 Kinder sitzen dort noch auf der Erde.

Die letzten beiden Mädels haben noch keinen Schulplatz bekommen, müssen wir dringend klären. Für den Aufenthaltsraum soll der Tischler uns 18 Stühle und 3 Tische bauen aber das soll 430 € kosten, also lassen wir es erstmal werden vielleicht Plastikstühle und Tische kaufen.

Mittags kommen die Kids wieder zum Essen aus der Schule, alle umarmen und drücken uns. Jeder will uns vom essen unbedingt 1 Löffel voll abgeben und so werden wir nun gefüttert.  Es gibt Reis, Ugali, Gulasch und Sumawiki, schmeckt wirklich sehr lecker.

Ich staune nur über die großen Portionen die die Kinder essen, (sie essen alles auf) würde davon nur die Hälfte schaffen. Kaum sind sie mit dem Essen fertig sausen sie wieder los denn die Pause ist für den weiten Weg sehr kurz, schätze eine Tour sind bestimmt 2 Kilometer zur Kilifi Primery School. Die anderen 5 Kids in der Privatschule haben es besser sie haben nur einen kurzen Weg. 

Pauline und ich tauschen nun die Matratzen und bringen sie in die richtigen Betten (puh läuft mir der Schweiß)
Als die Kids von der Schule kommen ist großes Gelächter und Getobe angesagt. Helmut spielt mit ihnen Fußball und ich versuche es zu filmen. Aber als sie die Videokamera sehen hören sie auf zu spielen und fangen gleich an zu tanzen und zu singen.

Hinterher zeige ich ihnen den Film und alle sind außer Häuschen als sie sich selber entdecken können.

Lucy hat heute den anderen Kindern 11 Bonbons weggenommen und nun kommen alle und beschweren sich über sie. Als Lucy zur Seite nehmen und mit ihr sprechen. Unser Taxifahrer übersetzt es ihr ins Kisuaheli denn Englisch können die Kinder alle noch nicht viel.

Wir erklären ihr, dass wir hier nun eine Familie sind und das man seine eigenen Brüder und Schwestern nichts wegnehmen darf! Sie ist total niedergeschlagen, entschuldigt sich und verspricht es nie wieder zu tun.

 

Wir hoffen sie hat es richtig verstanden denn sie hat in der Richtung schon einige Probleme gemacht. Wir müssen den Kids wirklich klar machen das sie alle Schwestern und Brüder sind damit sie irgendwann vergessen das sie aus unterschiedlichen Familien kommen, denn wenn wir es nicht machen bekommen wir bestimmt in 3-4 Jahren Probleme mit Sexualität!

Aber Sex unter Geschwistern ist ja nicht üblich und so hoffen wir das wir dieses Problem dann nicht haben. 
Um 17.30 Uhr zurück ins Hotel, brauche unbedingt jetzt eine Dusche, aber nun wollen sie uns nicht gehen lassen, alle mit zum Auto, umarmen und drücken uns immer wieder. Ist wirklich rührig, ich weiß nicht wie das nach 2 Wochen werden soll wenn wir nach Hause fliegen müssen.

 

Nun ist relaxen angesagt, man gut das hier im Hotel kein Kelele ist und wir alles in Ruhe besprechen und beraten können was wir morgen erledigen müssen.

06.10.
Fahren zu Dr. Fondo in die Klinik um noch einiges zu besprechen. Er kümmert sich nun darum das wir nachts eine Bewachung von einer Firma bekommen, denn die Frauen haben Angst alleine im Haus zu sein.

Anschließend kümmere ich mich erstmal um die Blumenbeete, lockere die Erde auf, lege die Einfassung wieder hin und pflanze einige Blumen um. Leider sind die meisten Blumen und alles Gemüse vertrocknet.

Die alte Staff hatte mir zwar geschrieben sie bewässern 2 Mal am Tag alles, aber schreiben und tun sind 2 Dinge.  Helmut dübelt in den beiden Badezimmern noch Haken in die Wände damit sie nun alle ihre Handtücher dort aufhängen können.

Benson kommt auch heute wieder aus der Schule früher nach Hause und meint er sei krank( gestern war es der Fuß) und meint wir sollen ihn ins Hospital bringen. Heute hat er Kopf- und Bauchschmerzen. Pauline fährt mit ihm los, aber der Doc kann nichts feststellen (Malariatest gemacht)

Ich meine er ist ein Schauspieler der einfach keine Lust hat zur Schule zu gehen. Aber da er ja so krank ist schicke ich ihn ins Bett! Oh Wunder nach einer knappen Stunde ist die Krankheit völlig geheilt und er spielt munter mit den anderen Kindern.

Nun fahren wir mit Pauline zu Sant Thomas Schule um mal abzuklären was die Kinder noch brauchen denn die hatten es wohl der alten Staff einige Male gesagt, aber die haben sich nicht gekümmert. Alle Kinder brauchen noch Socken ,Mädchen weiße, Jungen grau mit blauen Streifen, ein Zeugnisheft, Lineal, Zirkel, Kugelschreiber und ein Logo von der  Schule zum aufnähen auf die Hemden.

Nun fragen wir noch wegen 2 Plätze für die neuen Mädels, das will sie erst abklären. Nach dem Gespräch gehen wir in die verschiedenen Klassen denn ich möchte auch sehen ob sie wirklich an unseren Tischen und Stühlen sitzen. Aber holla, da herrscht aber Zucht und Ordnung, die Kinder springen alle von ihren Plätzen hoch und begrüßen im Chor ihre Direktorin. Wir machen schnell ein Bild und in die nächste Klasse, hier genau die gleiche Begrüßung. Nun verabschieden wir uns und fahren in die Kilifi Primery School denn die neuen Kids gehen alle dort hin. Hier fehlen genau die gleichen Dinge, also los und einkaufen.

Das gestaltet sich aber schwieriger als gedacht und erst im 3. Laden finden wir Logos und Socken. Allerdings nicht 15 Paar, auch haben die 10 Kinder ja noch keine schwarzen Schuhe für die Schule! Na gut bestellen wir sie halt.

Ich hatte heute Morgen die Füße mit dem Zentimetermaß gemessen und hoffe nun dass es mit den Größen klappen wird. Im Büchershop kaufen wir dann für alle die notwendigen Schulsachen.

Auf dem Rückweg halten wir noch am Markt und ich kaufe noch mal 10 Kangas (Tücher) die wir als Bettlaken brauchen, denn sehr viele von den Kindern machen noch nachts ins Bett. Höre aber es wäre in Kenya normal das die Kinder lange einnässen. Werde später noch 3 Wecker kaufen und sie in die Zimmer stellen damit sie Nachts klingeln und die Kinder alle zur Toilette gehen müssen, wir müssen es halt trainieren!
Um 17 Uhr sind wir erst wieder im Haus und werden wieder mit großem Jubel empfangen. Die Kids haben alle gewartet denn wir wollten eigentlich ja zum Strand mit ihnen gehen, aber nun ist es wirklich zu spät.

Ich hole dafür nun die Malkästen und Pinsel raus und zeige ihnen was sie damit machen können (hatten so was noch nie gesehen) Ruck Zuck sind sie alle mit Begeisterung dabei und es entstehen tolle Bilder.

Heute haben wir Spagetti und Tomatensoße auf dem Essenplan geschrieben, aber die Frauen wissen nicht wie man Spagetti kocht oder die Soße macht, also bin ich gefragt. (ist auch das erste mal, das ich auf der Erde auf Holzkohle so was koche) Die Kinder essen es mit Begeisterung und als ich frage ob wir es wieder machen sollen sind sie sich alle einig und rufen lautstark JAAAAAAAAA!

Wieder müssen wir von jeden einen Löffel voll probieren und nach 15 Löffel brauch ich selber keinen Teller mehr voll essen nun bin ich satt. Sogar unsere Grace die es noch nie im leben gegessen hat holt sich noch eine 2. Portion.

Nun ist Duschzeit angesagt und die Mädels kommen und fragen mich ob ich sie dusche aber leider haben wir schon 2 Stunden kein Wasser mehr und ich möchte auch selber nun ins Hotel zurück.Sind um 19 Uhr gerade im Hotel angekommen kommt Dr. Fondo mit dem Vertrag vom Sicherheitsdienst. Er hat sie gut runtergehandelt und sie nehmen nun noch 35€ für den ganzen Monat.

 

Wir haben immer den gleichen Mann nun der auch Morgens die Blumen mit gießt!
Wir hatten auch heute morgen den Dok gebeten sich mal wegen einer Krankenversicherung für die Kinder und einer Inventarversicherung umzuhören und nun berichtet er uns dass der Agent sich melden wird.

Auch besprechen wir das die Kinder einen Musiklehrer bekommen werden da alle super singen und tanzen können und wir das fördern wollen. Er will uns einen Volontär schicken der mit ihnen 4 Wochen mal Unterricht macht, vielleicht können sie anschließend ab und zu mal in den 2 Hotels auftreten und sich etwas Taschengeld verdienen.

Um 21.30 Uhr muß der Dok in die Klinik zurück, sein Handy hat pausenlos geklingelt und das Wartezimmer ist nun voll. Im Moment arbeitet er Tag und Nacht, hier ist es schon anders als bei uns.
Nun beginnt es wieder zu regnen und die Staff vom Hotel lästert über uns, den letzten Urlaub hat es ewig geregnet, wir fahren nach Hause der Regen hört auf, wir kommen wieder und der Regen auch, vorher war alles nur trocken!



07.10.
Heute Morgen treffen wir uns mit Pauline und dem Dok in der Commercial Bank um ein neues Bankkonto zu eröffnen denn die Barcleys Bank in Kilifi macht ganz zu und es wäre zu umständlich immer bis zum Bamburi Beach zur Bank zu fahren. Es geht relativ schnell, alle Papiere werden kopiert und wir müssen zur Eröffnung des Kontos 500 € Deposit einzahlen (bei Barcleys waren es nur 300 €) Anschließend fahren wir zur Barcleys, überweisen von dort den Rest und schließen das Konto.

Weiter geht’s zur Post, und ordern ein neue Postbox No.782! bezahlen Stromrechnung und fahren zur Müllabfuhr um diese zu bestellen dass sie 2 mal die Woche den Müll abholen kommt. Kostet für 1 Jahr15 €, ist ja direkt günstig!

Nun noch 15 Stühle und 3 Tische aus Plastik bestellt und 1 Matratze fürs Personal gekauft (Nachtschicht).

Im nächsten Shop Spiegel, 4 Wecker, Gläser, Tassen und noch vieles mehr eingekauft. Im Buchladen für die Schule die restlichen Sachen= 50 Schreibhefte, 15 Lineale, Ordner usw.
auch noch gefunden und dann endlich zum Haus. Dort war Daniel (wir hatten ihn im Juli auch schon) war damals sehr fleißig.

In der Gartenküche ist der Zementfußboden fertig und  meine Kletterpflanzen haben alle Rankhilfen bekommen (hat er von sich aus gesehen) Vom Hühnerhaus hat er die Tür repariert und ist gerade dabei Sand in das Haus zu bringen (morgen will er dann Späne noch ausstreuen) So ein Blödsinn, die alte Staff hat den ganzen Fußboden mit Steinen ausgelegt, die Hühner waren dort eingesperrt und konnten nicht mal scharren! Die Gartenküche, also die Kochecke ist heute ausgeräumt und unser verrücktes Huhnsucht sich nun in unserer Küche einen Maissack und legt dort ihr Ei---oh ne bin gespannt wo wir Morgen die Eier finden!
Nach kurzer Pause müssen wir wieder los und in die Schule, sie haben uns heute bestellt ist Elternsprechtag! Für mich ist es aber viel wichtiger abzuklären was dort heute los war denn die Lehrer haben allen  unseren Kindern ihre Latschen weggenommen und sie barfuss nach Hause geschickt.
Das ist nun ein Ding, nun haben sie wieder keine Schuhe!
Die Lehrerin sagt uns entweder sie kommen mit schwarzen Lederschuhen oder barfuss, aber nicht mit den Slippern.

Ich sage ihr dass wir ja die Schuhe, Socken und das Logo bestellt haben aber sie noch nicht geliefert worden sind und das wir heute Nachmittag sie abholen können. Okay sagt sie wenn die Kinder mit Schuhen kommen bekommen sie ihre Latschen wieder, vorher nicht! Auf weitere Gespräche mit anderen Lehrern warten wir nun aber nicht mehr sonst sitzen wir heute Abend noch hier und wir wollen doch noch mit den Kindern baden gehen. Im Shop warten wir dann 1 Stunde dass die Schuhe und Socken endlich gebracht werden.

Nun aber schnell zurück, es ist fast zu spät zum baden aber wir haben es versprochen!
Das Geschrei ist riesig und los geht’s zum Beach! Mist ist Ebbe, wir müssen uns eine Stelle suchen wo wir noch Wasser zum baden haben.

Wir laufen endlos weit am Strand entlang bis wir dann einen tollen Strand mit Wasser zum baden finden. Nun gibt es kein halten mehr und alle stürzen sich in das super warme Wasser. Nun wird getobt und alle versuchen schwimmen zu lernen. Mit Machtwort muß ich sie dann aus dem Wasser holen denn es ist schon 18 Uhr und wird bald dunkel, außerdem müssen wir ja den weiten Weg auch noch zurück gehen.

Gegen 19 Uhr fahren wir dann auch ins Hotel zurück, für heute reicht es mal wieder, waren ja nur unterwegs!



08.10.
heute Morgen stellen wir fest das keiner Pipi ins Bett gemacht hat, alle sind brav aufgestanden als der Wecker geklingelt hat. Na also geht doch!
Benson meinte heute mal wieder er kann nicht zur Schule gehen denn seine Uniform ist doch total verschwunden---------- na warte so ein Schauspieler, lässt sich täglich was anderes einfallen. Wir werden ihn noch mal testen lassen denn ich habe das Gefühl er ist unterfordert und langweilt sich total.

Heute Morgen kommt der Besitzer vom Haus nach fast 2 Jahren um es anzusehen. Wir gehen mit ihm rum und zeigen alles was repariert werden muß. Dürfen nun auch eine Regenrinne ans Haus anbauen damit wir Regenwasser für die Wäsche und zum Bewässern haben. Den Tank und Rinne müssen wir allerdings selber kaufen. Sagt uns auch danke das wir den Zaun erneuert haben denn das wäre seine Sache gewesen, na das hätte ich wissen sollen. Fahren mit Quieni und Santa zur Sant Thomas Schule und versuchen erneut sie anzumelden.

Manno wieder weiß keiner ob sie noch Platz haben, nun noch zum Kindergarten um Quieni dort anzumelden, das klappt wenigstens, bezahlen 24 € für 3 Monate und wenn wir die Uniform haben kann sie am Dienstag hingehen.

Ist blöd das wir für die kurze Zeit nun auch noch für sie eine Uniform brauchen, aber ohne geht es auch dort nicht. Wahrscheinlich geht sie nur 1 Monat und wechselt dann zur Schule über. Nun aber schnell in die Stadt zur Apotheke ein Fieberthermometer kaufen und fragen ob endlich unsere Malerone da sind.

Gehen noch zum Hausagenten und teilen ihn unsere neue Postadresse mit und zeigen Pauline den Großhändler Aweso wo sie riesige Säcke Lebensmittel sich bringen lassen kann. Ist doch einiges günstiger als immer nur 1 Kilo zu kaufen.
Wieder zurück zum Haus und dann auch bald ins Hotel, haben dort mal wieder ein Meeting mit dem Bürgermeister und Babawatoto. Er gibt uns heute die Regeln für ein Waisenhaus, sind über 30 Seiten und würde zu lange dauern alle Punkte zu besprechen, also nimmt sie der Dok mit und arbeitet sich erstmal alleine durch. Es geht immer noch um die Eintragung vom Haus und Verein was wir ja im April schon beantragt haben. Ist anscheinend in Nairobi unter den Schreibtisch gefallen!


09.10.
Sehe heute Morgen auf dem Weg zum Haus Holzgartenstühle für uns, also hin und nach dem Preis fragen. 2,50 €, na da überlege ich nicht lange und kaufe 4 Stühle und bestelle einen Tisch der 3.50 € kosten soll. Die Leute laden gleich alles auf einen Pickup und kommen mit dem Auto hinter uns her gefahren.

Im Haus werden wir wie immer freudig empfangen. Die Kids waren schon fleißig und haben ihre Zimmer geputzt. Daniel hat angefangen an der Gartenküche die eine Seite noch mit Makauti zu verkleiden damit es nicht mehr so zieht. Die Kinder spielen und warten dass es endlich Lunch gibt und wir zum Beach gehen können.

Um 14 Uhr geht es dann endlich los und unsere beiden Frauen, Selfa und Pauline kommen auch mit. Nur Grace bleibt im Haus weil sie ihren Badeanzug mit nach Hause genommen hat und nun nichts fürs Wasser hier ist. Pech gehabt!

Nun geht’s aber rund, ist wirklich Schwerstarbeit mit 15 Kindern im Wasser, jeder will zeigen was er kann und jeder will schwimmen lernen und ich muß es ihnen zeigen. Nur gut das Selfa und Pauline mit sind und sich auch kümmern. Um 16 Uhr kommt Daniel mit Dr. Fondo zum Beach. Sie haben uns gesucht denn der Dok hat es geschafft uns einen großen Schulbus zu mieten und den will er uns nun zeigen.

Super, nun können wir am Montag einen Betriebsausflug machen (60 € pro Tag) der Preis ist wirklich okay. Die Kinder von Msumarini hatten uns gefragt ob wir mit ihnen mal zu ihren Freunden und Großeltern fahren können und da kam uns die Idee einen großen Ausflug zu machen.

Natürlich fragen uns nun die anderen Kinder auch und wir versprechen ihnen dass wir im Januar nach Kaloleni fahren werden.
Daniel bleibt nun gleich mit uns am Strand und schwimmt mit den Kindern.

Wieder haben wir Mühe alle aus dem Wasser zu bekommen aber um 17 Uhr sind wir dann wieder zu Hause. Nun sind alle fleißig und waschen ihre Badesachen und Handtücher sofort wieder aus.

Da sie nun alle ruhig und etwas müde sind wollen wir auch nach Hause. Pauline kommt gleich mit dem Taxi mit denn sie muß noch Brot und Kohl auf dem Markt einkaufen.
Da es Heute verdammt heiß war und ich mich nicht eingecremt habe, merke ich nach dem duschen das ich mir einen leichten Sonnenbrand eingefangen habe. Sitzen gemütlich jetzt auf Terrasse und ich schreibe wie jeden Abend den Bericht. Gehen pünktlich ins Bett, denn Morgen müssen wir schon um 8 Uhr in der Kirche sein, also früh aufstehen.

 

 

 

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