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Bericht von Julia
Hallo ihr Lieben, erstmal ich bin gut angekommen. Bin bei
regen und eklig in Düsseldorf los mit ein wenig Aufregung im Bauch. Als ich in
Mombasa ankam, was es total heiß und schwül. Dann stand ich noch eine Stunde an
um für das Visum zu bezahlen. Das tat mir etwas leid für Irene, die anderthalb Stunden
auf mich gewartet hat. Sie empfing mich mit einem herzlichen Lachen und wir
fuhren dann zum Waisenhaus. Auf dem Weg holten wir noch Gerda ab, die uns für
einen Tag besuchte.
Ich war ganz gerührt, als die Kinder uns singend entgegenliefen. Trotzdem ich
recht kaputt vom Flug war, bin ich den Tag über im Waisenhaus geblieben (mit
kurzer Auszeit vor dem Essen ;-) ). Es ist alles noch ein wenig viel, aber ich
denke ich komme schnell rein. Rike und Sarah haben mich total lieb aufgenommen
und mir alles auf Deutsch erklärt. Mein Englisch, wie erwartet, ist nicht ganz
so spitze, aber Irene bemüht sich bei mir langsamer zu reden ;-) Und verstehen
tue ich ja sowieso fast alles, nur mit dem Sprechen ist das so ne Sache...
Es ist wirklich so eine liebevolle Atmosphäre hier. Die Geschenke und Briefe,
die ich von den Paten mitgenommen habe, sind so dankend angenommen worden und
die Motivation Briefe an euch Paten zu schreiben wuchs bemerkbar.
So, will jetzt nicht so lange vorm Computer hängen, gibt ja noch einiges zu
tun. Ganz liebe Grüße (auch von Leon, der saß eben noch auf meinem Schoß)...
Julia
Hallo Ihr Lieben, schön, dass ihr euch über die Briefe
gefreut habt. Hier kommt mal wieder eine kleine Rückmeldung aus Kilifi. Leider
geht das Internet hier immer noch nicht und ich schreibe euch aus einem kleinen
Internetcafe. Den Kindern geht es gut. Ich kann mittlerweile alle Namen!!!
Tina Kadenge ist unheimlich fleißig in der Schule und es macht richtig Spaß
sich mit ihr zu unterhalten, weil sie wirklich gut Englisch spricht. Bahati,
Mary und Esther haben uns letzte Woche versucht ihr Ballspiel beizubringen. Sie
waren mit allem Elahn dabei, nur leider haben wir ihre Spielregeln nur zum Teil
verstanden.
Aber sie waren sehr rücksichtsvoll und wir haben immer eine Chance mehr
bekommen.
Leon macht momentan ein bisschen Theater. Er versucht seinen Willen
durchzusetzen, indem er anfängt zu weinen. Da müssen wir dann schon ein
bisschen konsequenter sein...
Die kleinen Jungs haben gestern leider keine Gute Nacht Geschichte von uns
bekommen, weil sie die Zeit vertrödelt haben... Vielleicht heute dann wieder
;-)
Ansonsten läuft hier alles ganz gut. Ich lerne hier fleißig kenianisch zu
kochen. Mal gucken, ob ich das zu Hause dann auch so gut hinbekomme…
Einen ganz lieben Gruß sendet euch Juls
Hallo ihr Lieben, hier mal wieder ein kleiner Beitrag aus
Kilifi. Jetzt ist gerade ein Wochenende vorbei. Am Samstag war ein Künstler da,
der mit den Kindern Gesichter gemalt hat. Er ist total nett. Kommt eigentlich
aus den USA, aber lebt seit drei Jahren in Kenia und spricht fließend
Kisuaheli. Die Kinder waren so stolz auf ihre Bilder. Wirklich niedlich. Sogar
Leon hat mitgemacht. Am Sonntag wurden wir von Michelle (Frau von Black Marlin)
eingeladen. Er hat ein Haus mit Blick aufs Meer und Pool. Die Kinder hatten
einen super Tag. Auch für uns Volontäre war es richtig nett. Ich hatte das Gefühl,
dass wir noch mal einen ganz anderen Zugang zu den Kids bekommen haben durch
das Spiel im Pool. Pendo ist immer wieder angekommen und hat sich von uns durch
das Wasser tragen lassen. Fadhili und Sunday haben mit Moses am Strand Fußball
gespielt und Willi, der kleine Witzbold ist hat uns des öfteren mit Wasser
bespritzt.
Ansonsten fühle ich mich hier super wohl. Auch die Kakerlaken bekämpfe ich
mittlerweile tapfer und alleine!!!
Kelvin hatte letzte Woche eine leichte Platzwunde am Kopf. Er kam aus der
Schule und da hat ihn wohl ein anderes Kind mit einem Stein am Kopf verletzt.
Er hat erst ganz bitterlich geweint, was wohl auch mit dem Schock zu tun hatte.
Wir (vor allem Rike) haben ihn dann versorgt und mittlerweile ist die Wunde
wieder zu.
Mit Esther waren wir am Samstag beim Arzt, sie hat Mumps und jetzt ein
Antibiotika, sowie Schmerzmittel verschrieben bekommen.
Die anderen Kids sind gesund und wohl auf.
Ganz liebe Grüsse von hier! Julia
Halloele J Ich bin mal wieder im Internetcafe. Gitarre haben
wir schon gespielt. Amazing grace kam sehr ,sehr gut an. Wurde dann auch noch
ein paar Tage später geträllert ;-) Mama Edith entpuppt sich als wahre
Gitarrenqueen und ich freue mich, Tabea, wenn Du dann noch Noten mitbringst.
Den Kindern geht es gut. Letzte Woche war Roberta hier in Kilifi. Das war super
schön. Sie hat uns und die Kinder zum Strand eingeladen und am Freitag gab es
dann italienisches Essen. Toll! Danach wurde noch ausgiebig getanzt und ihr
werdet es nicht glauben, wir Volontäre haben mitgemacht. Besonders Moses hat
das tierisch gefreut. Ich glaube der hat uns noch drei Tage später dafür
ausgelacht. Aber auch Sunday und Fadhili hatten sichtlich ihren Spaß.
@Petra: Deine Queeni ist wirklich ne Süße. Kommt jetzt auch immer mal an um
sich zu unterhalten und sie kann wirklich tolle Frisuren machen. Wir Volontäre
bekommen abends immer noch die Haare frisiert ;-)
Morgen müsste dann Christian ankommen. Wir haben schon alles vorbereitet und
freuen uns auf ihn.
Petra und Helmuth haben uns jetzt ein paar Tage frei gegeben! Danke, ihr beiden
:-)! Wir wollen jetzt ein bisschen Reisen und die Gegend kennen lernen. Übrigens
bin ich hier immer noch total clean. Kein Rauchen und bisher ein Glas Wein. Ich
komme total gesund zurück. Petra, dann müssen wir uns aber nochmal auf ein Glas
kenianischen Rum treffen, damit ich mich wieder eingewöhne... ;-)
Ganz liebe Grüsse, auch von Rike und Sarah! Julia
Hi hi sitze gerade im Internetcafe in Mombasa. Kann also
doch alles lesen ;-) Wir kommen gerade aus Kisumu zurück. Es war total klasse.
Sind zwar noch etwas kaputt von der Nachtfahrt, aber es war beeindruckend. Wir
sind durch wunderschöne Landschaften gefahren, an kleinen Dörfern vorbei,
Teeplantagen und vieles mehr. Wir sind mit Christian zusammen gefahren. Er ist
übriegens gut in Kilifiangekommen. In Kisumu ist er dann gleich weiter nach
Homa Bay und wir sind in Kisumu geblieben. Empfangen wurden von Freunden von
Irene, die uns mehr als herzlich aufgenommen haben. Haben dann die Stadt
besichtigt und eine Bootsfahrt auf dem Viktoriasee gemacht. Dort konnten wir
Uganda sehen, aber zum Rüberschwimmen wäre es dann wohl doch etwas weit gewesen
zumal ja auch allerhand Getier dort rumschwimmt. Abends sind wir dann auf einem
Markt etwas essen gegangen und haben uns mit den unterschiedlichsten Menschen
unterhalten. Das genieße ich hier so sehr, dass man unter den Leuten ist.
Abends sind wir dann noch tanzen gegangen. Nächsten Tag war noch eine kleine
Bootsfahrt an der Reihe und eine Besichtigung eines Jugendzentrums, das über
AIDS aufklärt. Wirklich interessant.
Die Kinder haben uns übrigens schon vermisst. Deswegen haben wir ihnen kurz vor
unserer Reise noch ein Gutenachtlied gesungen. Sie mögen der Mond ist
aufgegangen total gerne und singen die ersten beiden Zeilen schon mit. Es gab
dann eine herzliche Verabschiedung, aber ist ja auch nicht so lange.
Tuma wollte genau wissen, wie lange wir unterwegs sind und wo wir hinfahren.
Sie hat dann herzlich ueber unsere Aussprache gelacht.
Also ganz liebe Gruesse hier aus Mombasa. Gleich geht es mit dem Matatu zurück nach Kilifi.
Monatsreport März 2007
Momentan haben wir hier in Kilifi immer noch absolute Trockenheit. Jedoch
funktioniert das Wasser im Heim meistens, sodass wir nur selten den großen
Wassertank benutzen mussten, der für Notfälle Wasser speichert.
Den Kindern geht es bis auf kleinere Erkältungen gut. Esther hatte in der
zweiten Märzwochen Mumps und bekam Antibiotika. Sie hatte Schluckbeschwerden
beim Essen und ihr Hals war stark angeschwollen. Esther nahm ihre Medizin sehr
zuverlässig und ihr ging es schon am zweiten Tag wesentlich besser. Leon hatte
sich angewöhnt zu schreien um das zu bekommen, was er will. Eine
Beispielsituation war, dass Leon aus der Küche musste, weil dort gekocht wurde.
Da die Feuerstelle sehr heiß wird, ist es Leon nicht erlaubt dort zu spielen oder
zuzugucken. Leon fing an zu schreien und es war uns nicht möglich ihn zu
beruhigen. Wir entschieden ihn bei ähnlichen Situationen ins Bett zu legen, um
ihm deutlich zu machen, dass er mit Schreien nicht seinen Willen bekommt.
Mittlerweile hat sich dieses Verhalten stark verbessert und er akzeptiert
Grenzen besser. Ansonsten geht es Leon gut und seine fröhliche Art und sein
Lachen ist wirklich erfrischend. Pendo hat sich letzte Woche an einem Stein den
Fuß etwas verletzt, aber ihr geht es gut und ihr Fuß heilt schnell. Tina-Olli,
Leon und Celina haben Husten, jedoch ist dieser schon wieder am abklingen.
Queeni hat eine leichte Ohrentzündung und Fieber und muss Medikamente nehmen.
Willi, Brian, Fadhili und Sundee sind fleißig am Fußballspielen. Dieses merkt man
besonders am Strand. Sundee hat richtige Hackentricks drauf und sticht damit
die Volontäre sowieso, aber auch andere Kinder aus.
In der zweiten Märzwoche hat Roberta mit ihren Freundinnen Anna und Barbara
unser Orphanage besucht. Die Drei haben uns zum Strand eingeladen und mit den
Kindern gespielt. Da die Drei oft gegen Abend zu Besuch gekommen sind, haben
sie an einem Abend die Gute-Nacht-Geschichte übernommen. Die Kinder waren ganz aufgeregt
und haben sich extra ihre guten Nachthemden angezogen. Am letzten Abend mit
Roberta gab es dann italienisches Essen: Pasta, Bruschetta, Frittata und
selbstgebackenen Kuchen von den Mamas. Die Kinder haben den Abend sehr
genossen. Anschließend wurde noch gesungen und getanzt und sogar wir Volontäre
haben mitgetanzt. Leider können wir die Liedtexte noch nicht. Für die Kinder
war das ein doppelter Spaß Roberta und komisch tanzende Volontäre.
Weitere Besucher kamen aus England. Sie wohnten im Baobab Hotel und haben unser
Orphanage, dank des guten Schildes, von der Straße aus entdeckt. Sie
beschenkten die Kinder mit Malsachen und brachten einige Tage später noch
andere Dinge, unter anderem Handtücher und Seife mit ins Heim.
Eingeladen waren die Kinder auch bei Michelle. Er hat eine Villa in der Nähe
unseres Orphanage. Unsere Kinder durften den Pool benutzen und anschließend gab
es leckeres Essen. Dabei ist uns jedoch wieder aufgefallen, dass viele Kinder
nicht schwimmen können. Willi scheint der beste Schwimmer zu sein, jedoch sind
wir auch bei ihm vorsichtig. Mary hat im Pool von Michelle eisern trainiert und
Tina-Olli traute sich mit unserer Hilfe auch zu schwimmen. Kelvin ist noch eher
zurückhaltend im Wasser. Leon war das erste Mal im Wasser, aber er hat sich
schnell wohl gefühlt und wir konnten ihn sogar für einen kurzen Moment
loslassen, sodass seine Schwimmflügel ihn getragen haben.
Am Samstag, den 24.03 waren alle Kinder inklusive der Staff von Siggy und Manni
eingeladen in Chambai zum Essen.
Alle zwei Wochen samstags kommen zwei Amerikaner in unser Heim. Sie heißen
Sören und Jacqueline und sind sehr herzlich und liebevoll mit den Kids.
Jacqueline macht auch ein Volontariat in Kilifi und ist Salsa Lehrerin. Sie
bringt den Kindern Mambo bei und mittlerweile tanzen die Kinder diesen Tanz
schon recht gut. Mittlerweile ertönen also im Heim auch lateinamerikanische
Rhythmen. Sören übt mit den Kindern zeichnen. Sie machen gut mit und setzen das
gelernte schnell um.
An den Samstagen üben wir mit den Kindern Deutsch. Wir gestalten die
Deutschstunden eher spielerisch um sie an die Sprache zu gewöhnen und ihnen
Spaß dabei zu vermitteln. Am Donnerstag fangen die Ferien an. Dann wird es
jeden Tag eine Deutschstunde geben und wir teilen die Kinder in zwei Gruppen
auf. Die älteren, fortgeschrittenen Kinder wird Julia übernehmen und die
kleineren Kinder Rike und Sarah. Auch wollen wir den Kindern deutsche Lieder
beibringen. Dazu ist es natürlich besonders schön eine Gitarre zu haben. Dann
lassen sich die Rhythmen leichter einüben und die Lieder klingen schöner.
Bisher haben wir den Kindern Gute-Nacht Lieder gesungen und gerade Tuma hat
schnell gelernt diese mitzusingen. Besonders mögen die Kinder „La Le Lu“ und
„der Mond ist aufgegangen“. Mittlerweile singen wir auch für die Jungs und es
scheint ein richtiges Ritual zu werden. In den Ferien werden wir die Gitarre
noch mehr einsetzen. Und auch die Mamas wollen ein paar Akkorde erlernen.
Am 13.03. war der Lehrer von Tuma, Willi, Bahati und Tina-Olli krank. Sie
blieben den Nachtmittag zu Hause und genossen ihre Freizeit.
Am 19.03 feierten wir Moses und Leons Geburtstag. Leon freute sich sehr über
seinen Geburtstagskuchen. Auch Jimmy hatte Geburtstag. Schön für ihn war, dass
Siggy gekommen ist um ihn zu besuchen. Sie war am Samstag da und fuhr Sonntag
wieder zurück nach Bamburi. Am Abend gab es dann für Jimmy eine
Geburtstagsparty.
Am 21.03 ist Christian angekommen. Er ist der Pate von Bahati und Sundee sie
hat sich riesig gefreut sie zu sehen.
Leider machen noch viele von den Kindern in der Nacht ins Bett. Von den
Kleineren ist es häufig Mary, Brian, Leon, Esther. Aber auch Santa schafft es
manchmal erst zu spät auf Toilette. Die Kinder haben dann die Aufgabe ihre
Matratzen raus zu legen und ihre Betttücher selber zu waschen.
Die Tierwelt hier im Heim verändert sich von Zeit zu Zeit. Die Enten werden
immer größer und und die Hühner bekommen laufend Nachwuchs. Moses hat für sie
ein Haus gebaut, damit für Schatten und ein größerer Platz zum Schwimmen
gesorgt ist. Leider ist Maria verschwunden. Leon öffnete das Tor, als keiner
hinsah und Maria rannte weg. Alle haben sie gesucht, doch bisher ist sie nicht
wieder aufgetaucht. Dafür haben wir jetzt zwei neue Hunde. Ein Welpe und ein 7
Monate alter Hund. Sie heißen Rex und Santa.
Letzte Woche waren zwei health officer im Heim um unter anderem das Haus und
das Essen zu kontrollieren. Es schien jedoch keine Beanstandungen zu geben.
Momentan schreiben die Kinder ihr Examen und ab dem 5.04 haben sie Ferien.
Uns Volontären geht es soweit gut. Wir kommen gerade aus unseren Ferien und
haben diese sehr genossen. Aber es macht wirklich Spaß wieder im Heim zu sein
und mit den Mamas zu kochen und die fröhlichen Kinder zu sehen.
Liebe Grüße
Im Auftrag der Volontäre Julia Hoffmann
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